Nov
10th
Mon
permalink

Mit einem sogenannten Button

GOVERNMENT SUPPORT?
Milch ist wichtiger als das Internet. So weit so einsehbar. Wenngleich über die eigenen Lebensphasen hinweg durchaus eine Verschiebung der Bedürftigkeit zwischen den beiden festzustellen sein mag, ist im Großen Ganzen nichts gegen den Eindruck einzuwenden, der bei der Lektüre eines SZ-Interviews der neuen Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (Ilse wer? Bekanntheit ist offensichtlich kein Kriterium bei der Ernennung von BundesministerInnen) entsteht. So abendlange Diskussionen füllend und spannend dieses Netz mit allem dran auch sein mag; geschätzt zwei Dinge sind halt doch noch bedeutender.
Auch, dass das Netz in der äußerst kurzen Liste an Themen außer Milch im Interview mit der Ministerin überhaupt auftaucht, ist aller Ehren wert. Doch dann…. Wie so häuftg ist es zunächst nur als Risiko präsent. In Summe muss der Bürger nach Aigners Willen vor spekulativen Geldanlagen, Gift in Kleidungsstücken und Nahrungsmitteln sowie Online-Bestellprozessen ohne Wechsel des Browserfensters geschützt werden. Wie bitte? Ja, nur weil die Verbraucherschutz-ministerin über das Web nachdenkt, muss das noch lange kein glückliches Ende nehmen.
Zitat: “Ich möchte Verbraucher im Internet besser schützen, indem sie Bestellungen ausdrücklich in einem eigenen Fenster bestätigen müssen, mit einem sogenannten Button.”
Besser gar nicht anfangen, darüber nachzudenken, ob es dazu nun eine UN-Vollversammlung geben wird, damit die Bestellprozesse auch der Anbieter aus den USA, der Ukraine und Japan diesem Ziel gehorchen; was auf diesem sogenannten Button stehen soll, damit der Verbraucher auch wirklich sicher ist, was er tut; oder ob ein neues Fenster überhaupt die Sicherheit… Besser freuen, dass wir noch eine Menge Arbeit haben werden.